Haarausfall – was nun?

Ich habe vor einiger Zeit ein sehr schönes Zitat von Mark Twain entdeckt: „Es ist töricht, sich im Kummer die Haare zu raufen, denn noch niemals ist Kahlköpfigkeit ein Mittel gegen Probleme gewesen.“ Doch was steckt hinter Haarausfall?
Haarausfall ist in der Regel keine Krankheit, sondern ein Symptom, hinter dem zahlreiche und sehr unterschiedliche Ursachen stehen können. Die meisten Ursachen deuten auf eine Schädigung des Haarwachstums hin. Daher gibt es kein allgemeines anzuwendendes Mittel um den Haarausfall aufzuhalten. Vielmehr müssen die Ursachen erst mal ausfindig gemacht werden.
Die wichtigsten Ursachen von Haarausfall können sein:
Hormonelle Störungen, wie zum Beispiel eine Schilddrüsenerkrankung oder eine hormonelle Umstellung nach einer Schwangerschaft
Medikamente, welche über einen Gerinnungshemmer oder eine Überdosis von Vitamin A verfügen
Infektionen, wie zum Beispiel Pilzbefall oder andere Entzündungen der Haare
Psychisch bedingter Stress
Erkrankungen der Haut
erblich bedingte Erkrankungen

Man unterscheidet zwischen vermehrten Haarausfall als Symptom und einem in Form gelichteter oder kahler Stellen sichtbaren Haarverlust, auch Alopezie genannt. Dieser Haarverlust ist entweder gleichmäßig verteilt, dann spricht man von einem diffusen Haarausfall, oder umschrieben.

Wenn der Haarverlust mit der Vernarbung der umgebenden Haut einhergeht, dann können die Haare dort nicht mehr nachwachsen. Dies bezeichnet man dann als irreversibelen Schaden. Aber in den meisten Fällen kommt es nicht zu einer Vernarbung und die Haare wachsen wieder nach.  Sobald eine Vernarbung auftritt oder es zu einem plötzlichen und starken Haarausfall kommt, sollte ein Besuch beim Hautarzt erfolgen. Der Hautarzt untersucht die Kopf- und Körperbehaarung hinsichtlich des Verteilungsmusters und der Menge. Einige Fehlbildungen oder Schäden an den Haaren sind bereits mit bloßen Augen oder mit Hilfe eine Mikroskops erkannt werden.
Bei Veränderungen, welche das Haarwachstum betreffen, fertigt der Hautarzt ein sogenanntes Trichogramm an. Dabei werden einige Haare ausgerissen, damit das Entwicklungsstadium der Haarwurzel sowie die Haarstruktur unter einem Mikroskop beurteilt werden können.

30

06 2014

Comments are closed.