Schlafprobleme – Was tun?

Schlafprobleme werden in unserer Gesellschaft zum Großteil ignoriert. Dabei sind sie ein deutlich größeres Problem als die meisten Menschen glauben. Rund ein Drittel der Deutschen hat ernsthafte Schlafstörungen. Die Folgen des schlechten Schlafes ziehen sich durch den gesamten Alltag der Betroffenen. Von der offensichtlichen Müdigkeit einmal abgesehen werden auch Depressionen, Unaufmerksamkeit, Unmotiviertheit und viele weitere negative Folgen verursacht. Dadurch sinkt nicht nur die Leistungsbereitschaft, sondern auch die allgemeine Leistungsfähigkeit, wodurch beispielsweise im Straßenverkehr eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer entsteht.

Lösungen für Einschlafprobleme

Man unterscheidet generell zwischen Einschlafproblemen und Durchschlafproblemen. Einschlafprobleme werden häufig durch das Verhalten bis zu zwei Stunden vor dem zu Bett gehen verursacht.

1. Sport: Wenn man sich so richtig auspowert dann kann man hinterher gut schlafen. Stimmt. Solange man nicht direkt nach dem Sport schlafen will jedenfalls!
Noch bis zu 2 Stunden nach der sportlichen Aktivität hat der Sportler eine erhöhte Herzfrequenz, was das Einschlafen behindert.

Also: Spätestens zwei Stunden vor Bettzeit mit dem Sport aufhören!

2. Ernährung: Viele Menschen haben sehr fordernde Berufe und trinken dementsprechend viel Kaffee, Cola oder andere koffeinhaltige oder sonst wie aufputschende Getränke. Eine gesunde Ernährung, basierend auf viel Obst und Gemüse erhöht nicht nur die Gesamtgesundheit, sondern auch die Energie die man tagsüber zur Verfügung hat. Sport hilft ebenso.
Koffein behindert offensichtlich das Einschlafen, es dauert bis zu sechs Stunden bis das Koffein vom Körper abgebaut wurde. Außerdem sollte vor dem Schlafen nichts fettiges mehr gegessen werden und generell eher wenig. Wenn der Körper mit der Verdauung von vielen oder schwer verdaubaren Stoffen beschäftigt ist, dann kann er selbstverständlich nicht zur Ruhe kommen.

3. Schlafumgebung: Hier gibt es viele kleine Dinge die man ändern kann. Die ideale Schlaftemperatur liegt bei 16°C. Alles da drüber ist eine unnötige Verschwendung von Heizenergie. Auch im Winter braucht man keine 25°C in seinem Zimmer zu haben. Es gibt schließlich auch noch Decken. Als nächstes sollte die Bettwäsche regelmäßig gewechselt werden, je nach Hygienegefühl und individueller Schweißproduktion alle 2 bis 6 Wochen.

Außerdem sollte der Schlafplatz so dunkel wie möglich gehalten werden. Der Körper interpretiert einfallendes Licht als Zeichen dass es Tag ist und stellt so seine Funktionen auf Tagesbetrieb ein. Dazu gehört natürlich nicht das Schlafen, weshalb es in einem vollkommen dunklem Zimmer deutlich leichter fällt gut ein- und durchzuschlafen als in einem mehr oder weniger erhellten.

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04 2012

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