Nachtmilch? Gute Nacht!

Volkskrankeit SchlafproblemeNachtmilch-Kristalle

Großmutters Tipp, vor dem Zubettgehen einfach ein Glas heiße Milch mit Honig zu trinken, kennen und praktizieren viele. Nun ist bekannt: An dem Ritual ist durchaus etwas dran. Denn: In Milch steckt jede Menge Melatonin. Dabei handelt es sich um ein Hormon, das jeder Mensch selbst produziert und ausschüttet. Sobald es dunkel wird, gelangt Melatonin in den Blutkreislauf – und macht uns müde. Das geht nicht nur uns so, sondern auch Kühen. Ein Münchner hat sich seit Jahren mit dem Thema beschäftigt und herausgefunden: Wenn die Kühe in der Nacht gemolken werden, ist mehr Melatonin in der Milch. Zudem gibt er den Kühen spezielles Futter, das die Melatoninproduktion zusätzlich ankurbelt, weil es die Aminosäure Tryptophan enthält.

Aus der Nachtmilch jedenfalls produziert er so genannte Nacht-Milchkristalle. Die werden einfach wieder in Milch eingerührt. Und so wird das abendliche Ritual zum Schlafturbo. „Am dem Spruch >Milch macht müde Männer munter< ist absolut nichts dran. Milch macht immer müde. Und spezielle Nachtmilch besonders“, sagt Tony Gnann, der auf sein spezielles Verfahren ein Patent angemeldet hat und die Produkte über das Internet sowie über Apotheken vertreibt.

Spannend: Melatonin steuert nicht nur den Tag- und Nachtrhythmus und kann daher das Einschlafen unterstützen. Unzählige andere Studien beschäftigen sich auch mit der Wirkung Melatonins mit Blick auf das Jetlag-Phänomen bei Fernreisen und Anti-Aging. Das Ergebnis: Auch hier kann Melatonin durchaus positive Beiträge leisten. Kein Wunder, dass Millionen Amerikaner seit mehr als 20 Jahren auf das Melatonin schwören. Bleibt abzuwarten, ob das Hormon seinen Erfolgszug auch in Deutschlands startet. Eine natürliche Variante gibt es nun zumindest.

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04 2012

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